7000 Eichen

Die "Aktion 7000 Eichen" begann offiziell mit der ersten Baumpflanzung durch Joseph Beuys am 16.03.1982 vor dem Museum Fridericianum. Beginnend mit dem 15.03.1982 wurden die 7000 Basaltblöcke in Form eines Keils auf dem Friedrichsplatz aufgeschichtet. In den folgenden Jahren wurden Bäume verschiedener Art mit jeweils einer der Basaltstelen versehen im ganzen Kasseler Stadtgebiet gepflanzt. Erst am 12.06.1987 pflanzte Beuys' Sohn Wenzel (Joseph Beuys war 1986 verstorben) den letzten Baum neben den ersten. Die Aktion wurde durch Spendengelder aus verschiedenen Quellen finanziert.

„Die Pflanzung von 7000 Eichen ist ein erster Schritt, die gegenwärtige Notlage der (Um) welt anzugehen. Denn die Kunst ist die einzige Form, in der Umweltprobleme gelöst werden können. …
Ich denke, dass das Pflanzen dieser Eichen ja nicht nur eine Tat in der Biosphären- Notwendigkeit ist, also in diesem nur rein materiell-ökologischen Zusammenhang, sondern dass hier ein sehr viel umfassenderer Ökologiebegriff herauskommen soll – und das soll es ja mehr und mehr im Laufe der Jahre, denn wir wollen die Pflanzaktion ja nie mehr beenden! …
Also ist ‚7000 Eichen‘ eine Plastik, die sich auf das Leben der Menschen bezieht, auf ihre alltägliche Arbeit. Das ist mein Kunstbegriff, den ich den erweiterten Kunstbegriff oder die
soziale Skulptur nenne.“

Zitat Joseph Beuys zur documenta 7, 1982